Archive for the ‘Sprache’ Category

Kölner Stadtanzeiger: Absturz als Dauerlauf


05 Aug

Wie geht das eigentlich? Folgendes ist heute im Kölner Stadtanzeiger zu lesen:

An den Börsen greift die Sorge vor einer erneuten Rezession um sich: Der Dax stürzte den siebten Handelstag in Folge ab.

 Mal völlig davon abgesehen, dass es korrekterweise “Sorge um” und nicht “Sorge vor” heißen müsste! Und dass Sorgen nicht “greifen” können! Und auch völlig davon abgesehen, dass dieses “in Folge” Gerede schlimmster Sportreporter-Sprech ist, der da schon nicht schön ist! Wie geht das eigentlich: Sieben Tage “in Folge” abstürzen? Kam der Dax denn jeden Abend wieder auf die Beine, wenn er tags zuvor mal wieder abstürzte? Abstürzen ist doch einer dieser Vorgänge, die genau ein einziges Mal geschehen können. Auch Reinhold Messner kann nur ein einziges Mal vom Mount Everest abstürzen, aber bestimmt nicht sieben Mal “in Folge”. Eines steht fest: irgend jemand ist da ganz unten angekommen. Womöglich sogar der Kölner Stadtanzeiger selbst.

Geburtenrate: Zeitungsleser sterben aus


03 Aug

Baby_diving Wikimedia105 mal gibt die Google-News-Suche Treffer heraus: Thema ist die Geburtenrate, alarmierender Tenor ist “die Deutschen sterben aus”. Von Günter Grass (“Kopfgeburten”) bis Thilo Sarrazin (“Deutschland schafft sich ab”) ist das Thema einmal von links bis rechts durchdekliniert worden. Aber wenn die deutsche Presse sich darüber hermacht, kann man sicher gehen, dass nicht nur der Volkskörper, sondern auch die deutsche Sprache bedroht ist. Das Bieler Tagblatt beispielsweise schreibt:

In Deutschland leben immer weniger Kinder. Zwischen 2000 und 2010 sank die Zahl um gut zwei Millionen auf 13,1 Millionen und wird nach Angaben des Statistischen Bundesamtes weiter abnehmen.

Aus dem “Immermehrismus” wird bei der Gelegenheit der “Immerwenigerismus”. Noch doller treibt es die Markenpost. Sie titelt:

Immer weniger Kinder im kinderärmsten Land Europas

Wirklich? Wenn Deutschland eh schon das “kinderärmste Land Europas ” ist, wie können dann noch “immer weniger” Kinder geboren werden? Eigentlich müsste es doch heißen: “Immer noch die wenigsten Kinder im kinderärmsten Land”. Am wildesten treibt es allerdings der Focus. Er schreibt:

Immer weniger Deutsche wollen Kinder

Mal abgesehen, dass dies keine statistische, sondern eine psychologische Prognose ist (was weiß die Statistik schon, was die Leute “wollen”) – es müsste doch wohl heißen: “Deutsche bekommen immer weniger Kinder”. Oder vielleicht: “Deutsche und Kinder werden immer weniger”. Oder vielleicht: “Immer weniger Kinder wollen zu den Deutschen”. Eines ist jedenfalls sicher: Die Zeitungsleser werden unweigerlich aussterben. Aber das muss keine demographischen Gründe haben.

Bieler Tagblatt online

Die Bunte pöbliziert weiter


08 Jul

Die “Bunte” pöbliziert weiter: Diesmal trifft den Jauchestrahl aus dem Hause Burda die Hollywood-Schauspielerin Meg Ryan. Überschrift über die pennälerhafte Pöblikation: “Iiih! Was ist nur mit ihren Armen passiert?” In den 90ern habe sie, so die “Bunte”, ja einen hohen “Niedlichkeitsfaktor” besessen und ihre Fans “verzaubert”. Jedoch:

… die Zeiten, in denen sie mit ihrem sanften Augenaufschlag und ihrem süßen Gesicht alle um den Finger wickeln konnte, sind leider lange vorbei. Zu viel Zeit ist vergangen, zu viel Botox in Megans Gesicht gespritzt worden. Und nicht nur die Gesichtszüge der heute 49-Jährigen laden zum Gruseln ein – auch ihre Arme sorgen dafür, dass uns kalte Schauer über den Rücken laufen.

Zum Gruseln ist vor allem diese Prosa, die einem wahrlich das Blut im Schlagarm gefrieren lässt. Für die Bildzeitung hat ihr Chef Mathias Doepfner ja reklamiert, Wer mit ihr im Aufzug nach oben fahre, der fahre auch mit ihr im Aufzug nach unten. Das jedoch kann diese Poblikation für sich nicht in Anschlag bringen: Wer sich von ihr nach oben schreiben ließe, landete immer noch in der alleruntersten Schublade. Aus Hintergrund wird bei der “Bunten” Untergrund:

Beim Spaziergang mit ihrem Lover John Mellencamp (59) durch Paris zeigte sich Meg Ryan nun in einem sommerlichen Kleidchen. Eigentlich kein Verbrechen. Doch dass sie dabei ihre hageren, mit Adern übersäten Arme entblößte, grenzt schon fast an eines.

Oh nein, ein Verbrechen sind diese Zeilen, der Verrat an der Sprache und der Mißbrauch des Journalismus.

Denn die dicken Adern, die deutlich unter der dünnen Haut hervortreten, sind wirklich kein schöner Anblick. Und das gilt nicht nur für die Arme. Auch auf Meg Ryans Beinen zeichnen sich nur allzu deutlich große Adern ab.

Wenn einer der mißratenen Zöglinge der Hubert-Burda-Journalistenschule mal in die Tiefe recherchiert, landet er bestenfalls bei den Beinen einer sommerlich gekleideten Schauspielerin. Zu mehr Tiefgang sind die Poblizisten der “Bunten” nicht in der Lage: Es ist, um im Bilde zu bleiben, Journalismus, der im Arsch ist.

Walter Benjamin: Von der Information zur Sensation


15 Jun

In seinem Aufsatz “Über einige Motive bei Baudelaire” bietet der Kulturphilosoph Walter Benjamin in einem einzigen Satz eine komplette Geschichte des Journalismus:

Historisch besteht eine Konkurrenz zwischen den verschiedenen Formen der Mitteilung. In der Ablösung der älteren Relation durch die Information, der Information durch die Sensation spiegelt sich die zunehmende Verkümmerung der Erfahrung wider.

Benjamin skizziert hier den Journalismus vor allem des 19. Jahrhunderts, denn mit dem kennt er sich am besten aus. Sein berühmt-berüchtigtes “Passagenwerk”, seine Arbeiten zu Baudelaire, seine “Berliner Kindheit um 1900″: Alles Arbeiten, die seine Verwurzelung und seine Herkunft aus und im 19. Jahrhundert repräsentieren. Auch die zitierte Charakteristik in seinem Baudelaire-Aufsatz bezieht sich vornehmlich auf die französische Presselandschaft des vorvergangenen Jahrhunderts. Dennoch ist seine “Kurz”-Geschichte des Journalismus so aktuell wie furios: “Relation” nannten sich die ersten periodisch erscheinenden Blätter anfangs des 17. Jahrhunderts, der Geburtsstunde des europäischen Pressewesens. Der Journalismus, der hier entstand, war aber noch kein informationsorientierter, sondern ein korrespondentenorientierter, der publizierte, was eben kam. Und das ware viel Buntes, wenig Überprüfbares, selten Relevantes. Erst der “literarische” und “wissenschaftliche” Journalismus des, aufgeklärten, 18. Jahrhunderts (gemäß jener, wiederum umstrittenen, historischen Einteilung von Baumert aus dem Jahr 1928) brachte publizistische Standards, die aus der “Relation” eben “Information” machte. Die technologische Entwicklung im frühen 19. Jahrhunderts, mit der Erfindung der Dampfschnellpresse und vor allem der Rotationsmaschine, machte Auflagen möglich, die eine Orientierung am Massengeschmack ihrerseits erst (wirtschaftlich) sinnfällig erscheinen ließen: die Information wird zur Sensation, der Sensationalismus wird geboren. Dass wir diesen Typus von popular paper bis heute auch mit seiner französischen Bezeichnung als Boulevardpresse bezeichnen, kommt nicht von ungefähr. Benjamin hebt aber noch auf etwas Anderes ab: Ihm geht es darum, wie Erfahrungen, ganz alltägliche Erfahrungen medial gespiegelt werden. Dabei setzt er sich insbesondere mit der, zu jener Zeit sehr aktuellen, “Lebensphilosophie” auseinander, so allerdings, dass er sie beinahe in die Nähe des Faschismus rückt:

Man pflegt diese Vorstöße unter dem Begriff des Lebensphilosophie zu rubrizieren. Sie gingen begreiflicherweise nicht vom Dasein des Menschen in der Gesellschaft aus. Sie beriefen sich auf die Dichtung, lieber auf die Natur und zuletzt vorzugsweise auf das mythische Zeitalter. Diltheys Werk “Das Erlebnis und die Dichtung” ist eines der frühesten in der Reihe; sie endet mit klages und mit Jung, der sich dem Faschismus verschrieben hat.

Benjamin hält dem den “echten” Erzähler” und seinen ganz eigenen Literaturbegriff entgegen, geschult an Bergsons Theorie der Erfahrung und an Marcel Prousts monumentalen Romanwerk “A la recherche du temps perdu”. Vielleicht ist aber Benjamins Diskreditierung der Lebensphilosophie, die er noch vor der eigenen Erfahrung des Nazi-Terrors formulierte, auch überzogen. Immerhin geht die “Lebensphilosophie” genannte Denkschule auf keinen geringeren als Johann Wolfgang Goethe zurück …

Grau, teurer Freund, ist alle Theorie, Und grün des Lebens goldner Baum (Faust I, Studierzimmer)

… und hat mit Friedrich Nietzsche einen Ahnherrn, den auch die Vertreter der Frankfurter Schule, zu denen Benjamin im weiteren Kreis zu zählen ist, gerne bemühten. Und die Grundfrage, die sich in der heutigen Mediengesellschaft so dringlich stellt, wie Jahrzehnte zuvor: Müssen wir angesichts einer ausschließlich medialen Repräsentation von Wirklichkeit (Luhmann) nicht das Leben von den Medien zurückerobern? Müssen wir nicht das Leben gegen die Medien ausspielen? Brauchen wir nicht statt einer Medienphilosophie in der Tat eine neue Lebensphilosophie?

Wenn gute Nachrichten schlechte werden


30 Mai

Manchmal sind auch gute Nachrichten eben schlechte (oder: schlecht geschriebene). Zum Beispiel diese Meldung in der Süddeutschen Zeitung:

Deutsche rauchen immer weniger Zigaretten

Was das eigentlich bedeuten soll, kann auch dieser neuerliche Fall von Immermehrismus nicht sagen: Wenn die Deutschen wirklich “immer” weniger rauchen, werden sie dann irgendwann zu Minus-Rauchern? Oder heißt “immer weniger” soviel wie “manchmal mehr” oder “selten alles”? Wir werden es nie erfahren.

P.S.: Ich weiß, “eigentlich” soll man ja eigentlich auch nicht schreiben. Adorno, “Jargon der Eigentlichkeit” und so …

Stern lässt Soldaten bluten


18 Mai

Es ist ja schon eigenartig, was man als Journalist über Soldaten schreiben darf und was nicht. Bis in die 90er Jahre bewegte es die Republik, wenn ein gewisses Tucholsky-Zitat in entsprechendem Zusammenhang gefallen ist (oder war es doch von Ossietzky?). Auch die Titulierung des Afghanistan-Einsatzes der deutschen Bundeswehr in Presse und Politik (Krieg oder doch nicht Krieg oder vielleicht ein bisschen Krieg) war recht eigentümlich. Aber die Metapher, die der “Stern” jetzt für die Sparpläne des Bundesverteidigungsministers gefunden hat, schlägt dann doch der Krone einen Zacken aus:

Die Truppe muss bluten

Das kann man schließlich auch falsch verstehen. Richtig?

Welt: tot, tödlicher, am tödlichsten


16 Mai

Das Übertriebendste an Tageszeitungen ist, dass sie selbst das übertreiben, was nicht weiter zu übertreiben ist. Zum Beispiel die Tageszeitung “Die Welt”. Sie beschäftigt sich in ihrer heutigen Ausgabe mit der unausrottbaren Krankheit Pocken und schreibt:

Die Pocken sind eine der tödlichsten Infektions-Krankheiten der Welt. Die Erreger werden an zwei Orten auf der Welt künstlich am Leben erhalten – in den USA und Russland.

Tödlich, tödlicher, am tödlichsten? Nein, so kann selbst die “Welt”, für einige die weltigste Zeitung auf unserer globalisiertesten Erde, nicht komparieren. Entweder tödlich oder nicht. Genau wie schwanger, blau, studiert, fertig und viele andere Adjektive lässt sich gerade auch “tödlich” nicht steigern. Alles andere wäre, genau: tödlich.

Post von Wagner


04 Apr

Bild-Kolumnist Franz Josef Wagner beschäftigt sich in seinem heutigen Sendschreiben mit dem Kindermord im Münchner Vorort Krailling. Das Thema ist wahrhaft fürchterlich, der Kolumnist indes ist es auch. Deswegen freut man sich doch irgendwie diebisch, endlich diese Ankündigung zu lesen:

Ich mag nicht das Furchtbare lesen, das Schlimme. Ich mag mir nicht die Kinder vorstellen. Mehr kann ich gar nicht schreiben.

Ja, wenn er doch das Schreiben endlich aufhören würde. Er kann es halt auch einfach nicht. Auch die einfacheren Grundsätze der deutschen Sprache und Grammatik sind ihm wesensfremd. Deswegen kommen dann bei der “Post von Wagner” Sätze wie der folgende heraus:

Ich mag nicht, darüber zu lesen, wie eine 8-jährige umgebracht wird.

Und ich mag nicht, darüber zu lesen, wie ein Skribent egal welchen Alters die deutsche Sprache massakriert. Nein, ich mag es einfach nicht.

Post von Wagner: Liebe Kraillinger Mutter, – News – Bild.de

Die Süddeutsche und Joschka Fischer: Kriegstreiberei als Liebhaberei


24 Mrz

Andrzej Barabasz (Chepry)Auch in der deutschen Politik und Publizistik gibt es, ähnlich wie in Israel oder den USA, “Falken” und “Tauben”, also einerseits Leute, die militärische Einsätze befürworten, und andererseits solche, die sie ablehnen. Der Herr Bundesaußenminister a.D. Josef, genannt Joschka, Fischer, ein ungelernter Taxifahrer aus dem Hohenlohischen, zählt mit Sicherheit zu den “Falken”. Was einen nicht weiter wunder nähme, wenn er nicht ausgerechnet jahrzehntelang das Aushängeschild der “Grünen” und damit einer selbsterklärt pazifistischen Partei gewesen wäre. Und auch seine Karriere als Taxifahrer wird hier nicht nur polemisch angeführt. Sie beeinflusst seine Weltsicht offensichtlich bis heute, wie man seiner Stellungnahme zur Enthaltung der Bundesrepublik Deutschland bezüglich der Militärintervention in Libyen im UN-Sicherheitsrat entnehmen kann, die er in der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht hat:

Die deutsche Bundeskanzlerin fährt in der Politik gerne auf Sicht, auf sehr kurze Sicht sogar. Da kann es schon mal vorkommen, dass man sich in der Auffahrt einer Autobahn vertut und auf die falsche Fahrbahn gerät. Dies ist dann eine hochgefährliche Situation – und zwar nicht nur für einen selbst, sondern vor allem auch für viele andere. Genau dies ist der deutschen Außenpolitik in der Causa Libyen geschehen.

Also immerhin hat der Schulabbrecher Fischer sich mittlerweile ein paar Lateinkenntnisse zugelegt (“causa”). Wie aber sieht es mit seinen restlichen Kenntnissen und Einschätzungen aus? Die sind doch eher skandalös:

Die Geschlossenheit der Vetomächte und der Mehrheit des Sicherheitsrates, die Unterstützung von Arabischer Liga und der Organisation Islamischer Staaten, die Beteiligung zweier arabischer Staaten an der humanitären Militärintervention – was wollte die Bundesregierung eigentlich noch mehr, um zuzustimmen?

Eine “humanitäre Militärintervention”, was soll das eigentlich sein? Hier findet doch, an vornehmster publizistischer Stelle, eine Umwertung von Begrifflichkeiten statt, die einen fassungslos machen. Unter humanitären Militäreinsätzen verstand man doch gemeinhin sandsäckeschleppende Soldaten im Oderbruch oder Carepakete-verschenkende Militärs in Afghanistan. Massive Bombardements unter Inkaufnahme ziviler Opfer (denn wie will man die überhaupt verhindern, wenn man nur aus der Luft angreift?) waren mit “humanitären Militäreinsätzen” nicht gemeint. Und die Bilder, die bisland aus Libyen zu sehen waren, sprechen dem zusätzlich Hohn. Schließlich: Auch von der “Geschlossenheit der Vetomächte und der Mehrheit des Sicherheitsrates” ist wohl nicht mehr so sehr viel übrig. Schon die Nato alleine ist ja offenbar nicht in der Lage, Einigkeit über die Durchführung dieses Krieges herbeizuführen.

Herr Fischer sollte sich für seine Auslassungen in die Ecke stellen und schämen. Und die Süddeutsche Zeitung, die ihm für diese Art hirnbeleidigender Hetze auch noch Raum gewährt, ebenso.

Streitfall Libyen-Einsatz – Deutsche Außenpolitik – eine Farce – Politik – sueddeutsche.de

Verkünden oder Verkündigen?


08 Mrz

imageJournalisten halten sich ja gerne für unanfechtbar. Das haben sie mit sehr hohen Glaubensvertretern gemeinsam. Deswegen geraten ihnen – man kann es für eine déformation professionelle halten – gerne die Kategorien durcheinander, wenn es zum Beispiel um die Frage “Verkünden oder Verkündigen” geht. Umso mehr, wenn es (wie im Fall des Kölner Express) um das Heiligste geht, was die Stadt Köln zu bieten hat, nämlich den kölschen Karneval:

Natürlich stand danach die Motto-Verkündigung für die neue Session im Vordergrund.

Nein, nein, nein: Wieder falsch! Verkündigungen stehen nur Erzengeln oder anderen Heiligkeiten zu. Alle anderen dürfen nur “verkünden”, aber nicht “verkündigen”. So einfach ist’s. Amen.

Kommende Session: So lautet das neue Karnevalsmotto! | Kölner Karneval – EXPRESS

Anti-Medien-Blog

Medienkritisches Antidepressivum von Hektor Haarkötter