Dann war da noch jener Artikel im Kölner Stadtanzeiger, der an die Erstausstrahlung des Hörspiels “Krieg der Welten” von Orson Welles vor 70 Jahren erinnerte (Ausgabe vom 28. Oktober 2008). Darin heißt es unter anderem:
“Welles, dem anschließend als Wunderkind der Sprung nach New York gelang, …”
Einige Zeilen später dann:
“Welles und Howard Koch, der das Drehbuch [...]
Wenn es an Steigerungsformen geht, bekommen die Leser des Kölner Stadtanzeigers ja regelmäßig jene Schweißperlen auf die Stirne, die deren Redakteure sich gespart haben. Selbst das gute alte “Viel - mehr - am meisten” versagt vor den Sprachdefiziten des durchschnittlichen Stadtanzeiger-Mitarbeiters. In der heutigen Ausgabe wird gemeldet, dass das Land NRW 1,4 Millionen Euro durch [...]
Schach ist zugegebenermaßen ein schwieriges Spiel. Aber dass es einen Zeitungsredakteur wie Stephan Klemm vom Kölner Stadtanzeiger so durcheinanderbringt, dass er die komplette Berichterstattung über die Schach-WM im benachbarten Bonn vergeigt, lässt für die Denksportfähigkeiten seiner selbst und seiner Redaktion nichts Gutes hoffen. In der heutigen Ausgabe des Blattes (22. Oktober 2008) geht es um [...]
Der Sportteil des Kölner Stadtanzeigers wird allgemein gelobt. Nun ja, man kennt das ja von einem bestimmten anderen Revolverblatt. Mag sein, dass die Redakteure des Kölner Stadtanzeigers in einigen Sportarten wirklich gut auskennen. Schach gehört jedenfalls nicht dazu. Das Schachweltmeisterschafts-Turnier, das gerade in der Nachbarstadt Bonn zwischen dem titelverteidigenden Inder Anand und dem herausfordernden Russen [...]
Wie soll eigentlich das gehen?
” … nur eine Chorsängerin ist zu hören”.
So etwas gibt es nur im Kölner Stadtanzeiger (20. Oktober 2008).
Um welche Zeitung könnte es sich handeln, wenn auf Seite 1 des Lokalteils alle Artikel ausnahmslos so überschrieben sind:
“Kind im Kofferraum löst Alarm aus”
“Schmerzen, Schreie, Panik-Attacken”
“Frau kommt bei Unfall ums Leben”
“Polizistin hat guten Riecher”
“Jogger findet Verletzten”
“Überfall auf Tankstelle”
“Bei Sturz schwer verletzt”
Noch ein Tipp: Es handelt sich um ein Revolverblatt.
Wenn in Frankfurt am Main zum Weltfest des gedruckten Worts, der Buchmesse, geblasen wird, dann bleibt es nicht aus, dass auch die Kollegen der Feuilletons anreisen und mit all ihrem Sprachvermögen ins literarische Horn tröten. Das Sprachvermögen ist allerdings häufig nicht sehr ausgeprägt und klingt, zum Beispiel im Fall der Welt am Sonntag vom 12. [...]
Einem Revolverblatt wie dem Kölner Stadtanzeiger möchte man wenigstens eine gewisse Treffsicherhet zugestehen. Allein, die Verhältnisse, sie sind nicht so. Unter der Überschrift “Die Mutlosigkeit der TV-Macher” steht in der Freitagsausgabe vom 17. Oktober 2008:
“Marcel Reich-Ranickis Kritik triff zwar die Richtigen, ist aber dennoch nicht ganz zutreffend”.
Wie nun? Trifft er oder trifft er nicht? Wenn [...]
Wenn die F.A.Z., Deutschlands Tageszeitung für den konservativen Intellektuellen (Werbeslogan: “Dahinter steckt immer ein kluger Klopf”) auf die Frankfurter Buchmesse trifft, ja dann, so möchte man meinen, treffen zwei Giganten der Medienwelt aufeinander. Und dann, meint man weiter, ja dann hauen die klugen Köpfe in die Tasten ihrer Schreibmaschinen und es wird, wenn schon nicht [...]
Schon als ich vor ein paar Wochen den Satz im Spiegel las, wurde ich stutzig. Damals zögert ich aber noch, ihn direkt hier im Anti-Medien-Blog anzuführen. Jetzt aber, wo mit der Wirtschafts- und Immobilienblase auch so manche journalistische Blase geplatzt ist, zog ich die alte Ausgabe (Heft 38/2008) noch einmal heraus. Dort eierte Autor Christian [...]